Kinostart in Deutschland — Eingeschlossene Gesellschaft : Punkt oder nicht Punkt- Das ist hier die Frage

Ein normaler Freitagnachmittag in einem Lehrerzimmer eines deutschen Gymnasiums. Schon zu Beginn des Films wird klar, hier gibt es kein Miteinander zwischen den Lehrern, sondern es steht hier jeder gegen jeden. Klaus Engelhardt (Justus von Dohnanyi) mokiert sich über Sportlehrer Peter Mertens (Florian David Fitz), der mal wieder seinen Parkplatz okkupiert hat, obwohl der ihm als Dienstältestem schließlich zusteht. Mertens wiederum ist schwanzgesteuert und redet sich selber ein, der beliebteste Lehrer bei den Schülern zu sein. Und bei Frau Lohmann (Anke Engelke) wird die Einstellung auch sofort klar. Sie hasst Schüler nicht, sie kann sie nur nicht ausstehen. Der Chemielehrer (Torben Kerber), der gerne Pornos guckt und sich sonst eigentlich nur für sein Wissensgebiet interessiert, hat sich bei allen unbeliebt gemacht, weil er für ein Handyverbot an der Schule gesorgt hat. Und der fünfte Lehrer (Thomas Loibl), der anfangs recht vernünftig rüberkommt, bespitzelt im Geheimen alle. Sara Schuster (Nilaam Farooq), die neue Praktikantin, scheint die einzige zu sein, die sich tatsächlich um das Wohl der Schüler sorgt und dem Lehrauftrag menschlich gegenüber steht. (…)

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Berlinale 2022 Forum – La edad media (The Middle Ages): Cleo und die Pandemie – Eine Komödie in ungewöhnlichen Zeiten

Ein Haus in der Mitte einer Grossstadt. Eine Pandemie führt zum Lockdown. Das ganze Leben einer Familie spielt sich nur noch in den eigenen vier Wänden ab. Die Familie besteht aus dem Vater, dem Regisseur Alejo Moguillansky, seiner Frau, der Tänzerin Luciana Acuna und deren zehnjähriger Tochter Cleo. Cleo erzählt den Film aus ihrer Sicht und wird schnell zum Mittelpunkt. Als Sidekick fungiert der Windhundmischling Juana, der  wie ein mit Blicken kommentierender Beobachter immer wieder ins Bild kommt. (…)

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Die Poesie der Liebe (Mr & Mme Adelman) – Eine sehr angenehme Komödie für dieses Jahresende. Kinostart in Deutschland: 20. Dezember 2018

In einer klassischen Erzählung, die mit der Beerdigung von Mr. Adelman (Nicolas Bedos) beginnt, einem berühmten Schriftsteller, der unter seltsamen Umständen gestorben ist und dessen Trauerrede von Jack Lang gehalten wird, führt uns Nicolas Bedos’ Film in das Leben eines fusionierenden Paares.
Frau Adelman (Doria Tillier) flieht vor dem Begräbnisempfang, der sie wunderbar langweilt und im Büro ihres verstorbenen Mannes einen jungen Schriftsteller erhält, der eine Biographie aus einem bestimmten Blickwinkel machen will: der von Frau Adelman. An diesem Nachmittag wird sie ihm von ihrem 45-jährigen Zusammenleben erzählen, in dem Privat- und Berufsleben eng miteinander verflochten sind.
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