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Berlinale 2026 – Special: Saccharine – Wenn Schlankheitswahn zum Horror wird

Saccharine ist der neue Horrorfilm von Regisseurin Natalie Erika James aus Australien. Nach einigen Kurzfilmen drehte sie 2020 den Horrorfilm Relic-Dunkles Vermächtnis, der im Fantasyfilmfest lief und danach als DVD erschien. Letztes Jahr folgte Apartment 7A, die Vorgeschichte zu Rosemaries Baby. Bei uns zu streamen auf Paramount Plus.

— Midori Francis – Saccharine
© Narelle Portanier

Hana (Midori Francis), eher schüchterne Medizinstudentin und nicht gerade mit einer Model-Figur, geht in ihren Fitnesskurs vor allem aus einem Grund: Sie ist verliebt in die Leiterin ihres Kurses (Madeleine Madden). Doch die ist nicht sonderlich zufrieden mit ihrem Training. Unglücklich, trifft sie in einer Bar eine alte Schulfreundin. Zuerst erkennt sie sie gar nicht wieder, hat sie doch extrem abgenommen. Bei einem Gespräch verrät diese ihr Geheimnis: sie hat nicht zugelassene Tabletten genommen. Doch abschreckend ist die Tatsache, dass einer der Bestandteile Asche von Toten ist. Sie nimmt die Tabletten und sieht Erfolge. Auch ihr Loveinterest lobt die Fortschritte. Doch die Tabletten sind teuer und sie sitzt schliesslich an der Quelle, macht sie doch ihr Praktikum im Leichenschauhaus. Kurzerhand stiehlt sie Knochen einer Frau, die an Krebs gestorben ist, verbrennt diese und macht ihre eigenen Pillen. Doch nun wird sie plötzlich von einer geisterhaften Gestalt verfolgt, die ihr gegenüber immer brutaler wird. Auch deren Krebs beginnt nun bei ihr zu wuchern. Und sie scheint recht süchtig nach den Tabletten zu sein. Ihre Freundin im Praktikum (Danielle Mac Donald, die bekannteste Schauspielerin im Cast), die zu ihrer üppigen Figur steht, warnt sie und will ihr helfen. Doch wie soll man den Geist loswerden?

Ein guter, spannender Horrorfilm mit starken Effekten, der aber auch eine Warnung sein soll vor übertriebenem Schlankheitswahn und den möglichen Folgen. Er verquickt geschickt die Angst vor einem schlechten Ansehen wegen Körperfülle mit einer übernatürlichen Geschichte. Ein kleiner Tipp für alle, die sich den Film ansehen: Wenn man denkt, er sei bereits vorbei, kommt ein drastisches, endgültiges Finale.

Harald Ringel, Berlin

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Harald Ringel

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