Berlinale 2020 – Panorama: O Reflexo do Lago (Amazon Mirror)

Der Amazonas gilt als der Traum jeden Brasilianers. Der Journalist und Kurzfilmer Fernando Segtowick begibt sich in seinem ersten langen Dokumentarfilm in die Region des Tucurui-Stausees. Inspiriert durch das Fotobuch O Lago Do Esquecimento (Der See der Vergessenheit) von Paula Sampaio, begibt er sich auf eine Reise durch die Region, um zu dokumentieren, wie sich die Gegend durch den Eingriff in die Natur verändert hat. Gefilmt wurde in Schwarz- Weiss, was oftmals sehr schöne Bilder der Gegend hervorbringt, auch mit vielen Aufnahmen aus der Vogelperspektive unter Zuhilfenahme von Drohnen.
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Berlinale 2020 – Panorama: Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

Christoph Schlingensief hat das Publikum von Anfang an polarisiert. Von vielen geliebt für seine kompromisslosen Werke, ob im Film, im Theater oder bei seinen zahlreichen Aktionen, von anderen als Provokateur und Trash-künstler abgelehnt. Aber egal, was man von ihm oder seinem Werk hält, er war nie langweilig und hat es immer geschafft, Leute zum Nachdenken anzuregen und zu Reaktionen zu provozieren. Und dies war immer sein erklärtes Ziel. Mit seinen Filmen und später noch verschärfter mit seinen Theaterstücken und den politischen Aktionen legte er seinen Finger tief in die schwelenden Wunden der Zeit und das Fehlverhalten von Politikern. Vor allem die Nachwendezeit war ein gefundenes Fressen für seine Filme. Man denke da nur an Das deutsche Kettensägenmassaker, in dem Westdeutsche Jagd auf Ostdeutsche machen, um sie zu Wurst zu verarbeiten. Eine wunderbare Allegorie auf die Übernahme des Ostens. Trotz oder vielleicht gerade deswegen, fanden sich auf seinen Besetzungslisten viele bekannte Namen.
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War of Art: Reise nach Nordkorea im Universum des sozialistischen Realismus, der an die Ikonographie der Pop Art erinnert

Nordkorea bleibt für die breite Öffentlichkeit ein Terra incognita, das gleichermassen fasziniert und erschreckt. In den letzten Jahren haben sich die Dokumentationen über dieses Land jedoch vervielfacht. Immer diese Zeitgeist-Fähigkeit des Kinos, die soziale und politische Themen packt, bevor sie in die Massenmedien eindringt.
Was diesen Dokumentarfilm so originell macht, ist nicht so sehr sein Thema oder dass er aufgenommen konnte, sondern die Tatsache, dass er in völliger Diskrepanz mit genau dem steht, was er zeigt: Künstler, die von ihren Koordinatoren und Betreuern „an der Leine gehalten werden“ – wie einer der Protagonisten ihnen vorwirft  –  und nicht einmal das Recht haben, allein über die Strasse zu gehen, während der Regisseur die völlige Freiheit zu filmen zu haben scheint.
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4. Ausgabe des Festivals Hellas Filmbox Berlin im Kino Babylon vom 16. bis 20. Januar 2019

Am 16. Januar 2019 öffnet sich im Kino Babylon der Vorhang zum 4. Mal für das Festival Hellas Filmbox Berlin. Mit dem Historiendrama Die letzte Notiz (To Teleftaio Simeioma ) wird das grösste griechische Filmfestival in Anwesenheit des Regisseurs Pantelis Voulgaris, der Autorin Ioanna Karystiani und des Hauptdarstellers André Hennicke eröffnet.
Der Film führt eine weitgehend unbekannte, dramatische Situation vor Augen, die sich während der Zeit der deutschen Besatzung Griechenlands ereignete.
Ein weiterer Höhepunkt des Opening Events ist die Aufführung der weltberühmten Ballade von Mauthausen von dem ebenso weltberühmten Komponisten Mikis Theodorakis durch die legendäre Interpretin Maria Farantouri. Die deutsche Fassung wird die deutsche Künstlerin Michaela Meise singen.
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5. Januar Berlin (Eintritt frei): Deutschlandpremiere Olhar Instigado und anschliessendes Gespräch zu Pixação mit den Residenz-Künstlern von Neurotitan, Coletivo Arde Pixo

Samstag 5. Januar um 18 Uhr im Kino Central – Eintritt frei
neurotitan präsentiert im Rahmen von Habitat Happy – 300m², cozy, short term die Deutschlandpremiere von Olhar Instigado. Der Film wird in Portugiesisch mit englischen Untertiteln gezeigt. Das anschliessende Gespräch findet auf Portugiesisch mit englischer Übersetzung statt. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Podium sprechen Fabio Vieira und Bruno Rodrigues des „Coletivo Arde Pixo“ (São Paulo, Brasilien), Paul Schweizer (kollektiv orangotango) und Don Karl (From Here to Fame Publishing). Moderiert durch Carsten Janke (Archiv der Jugendkulturen).
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Special Screening von Wo ich wohne – Ein Film für Ilse Aichinger am 11.11. im KLICK Kino – Berlin

Screening am Samstag 11.11.2017 – 18:00 von Wo ich wohne – Ein Film für Ilse Aichinger anlässlich des Todestags von Ilse Aichinger in Anwesenheit von Regisseurin Christine Nagel und Ilse Aichingers Tochter Mirjam Eich.
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Zudem: Lesung + Jazztrio IORI TRIO

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Korea Independant – Das Festival Für koreanische Independant- und Dokumentarfilm 20.-27.09. im Babylon-Mitte

[Den ausführlichen Bericht von mit Filmfritiken finden Sie hier (auf Französisch)]

Vom 20. bis 27. September findet das Festival Korea Independent im Babylon statt. Insgesamt acht Filme werden gezeigt: Vier Dokumentarfilme und vier Independent-Filme. Der Eröffnungsfilm: Steel Flower, ausgezeichnet mit dem Preis der Jury auf dem 14. Festival International du Film de Marrakech: Der Jury-Vorsitzende, der Regisseur Francis Ford Coppola urteilte: „Ein sehr neuartiges und schönes Werk. … Das war eine sehr emotionale Erfahrung“.
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Concerning Violence: Roadshow durch 24 deutsche Städte

Für unsere Leser, die Französisch lesen, siehe unsere während der Berlinale 2014 erschienenen Filmkritik und Interview in der Genfer Tageszeitung

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