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Recit / Bericht

Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

Filmfest Hamburg 2026 – die Hits aus Cannes, Venedig und Locarno

Wie in jedem Jahr glänzte das Filmfest Hamburg auch diesmal mit einer guten Mischung aus deutschen Film- und Fernsehtiteln, aber vor allem mit einem ausgezeichneten internationalen Programm. Die Anzahl der deutschen Premieren von Festivaltiteln aus Cannes und Venedig war noch üppiger als in den vergangenen Jahren. Und auch aus Locarno und Sundance lief so einiges. Wenn man die deutschen Festivals in Hamburg und München besucht, kann man sich den Besuch von Cannes und Venedig mittlerweile eigentlich sparen. Beide Festivals ergänzen sich erstklassig. Auch die Gästeliste in Hamburg konnte sich wieder sehen lassen. Neben massig deutschen Regisseuren und Schauspielern waren auch viele Regisseure aus allen Ländern zugegen. Stargast und Preisträgerin des Douglas-Sirk-Awards war die englische Schauspielerin Helen Mirren. Der 81-jährige Filmstar, der in jeder Rolle glänzt, sei es als Queen Elizabeth in The Queen, als israelische Politikerin Golda Meir, aber auch in Action wie Red oder The Fast and the Furious 11, bis zu Caligula oder Excalibur. (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

ZFF 2026 – Die Welt im Bild, das Zuhause ausserhalb des Bildes

Das 22. Zurich Film Festival fand vom 24. September bis zum 4. Oktober 2026 statt. Mit 133 Filmen, 46 Welt- und Europapremieren, 21 Schweizer Filmen und rund 500 Filmschaffenden und Branchenleuten ist das Festival weiter gewachsen. Zürich ist damit kein Festival im Niedergang, sondern eines im Wachstum. Es will zugleich Entdeckungsort für neue Filmschaffende, Treffpunkt für etablierte Namen, Branchenereignis und Publikumsfestival sein.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht allein die Qualität der Auswahl. Es geht um die Stellung des Festivals im Lebenszyklus eines Films und um sein Verhältnis zum eigenen Publikum und zur eigenen Gesellschaft. Wenn ein Film bereits in Cannes, Venedig oder Toronto zu sehen war und danach nach Zürich kommt: Was fügt Zürich ihm hinzu? Und ein Festival, das jedes Jahr Krisen und das Leid der Welt in seine Kinosäle bringt – wie bereit ist es, die Kamera auch auf jene Gesellschaft zu richten, in der es selbst stattfindet? (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturMostra 2026Recit / Bericht

Mostra 2026: Are Impossible Loves Possible?

The 83rd Venice Film Festival came to a close from September 2 to 12 — an edition in which Woman Unknown by May El-Toukhy took the Golden Lion, Mathilde Arcel won Best Actress for the same film, and John Malkovich was named Best Actor for Wild Horse Nine. But for me, one of this edition’s most significant events lay elsewhere: in the return of a filmmaker who hadn’t made a film in eight years, and whose name alone — even before we’d seen his new film — could change the rhythm of a cinephile’s steps around the festival: Lee Chang-dong. (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturMostra 2026Recit / Bericht

Mostra 2026 – Venice: Between the Lion and the Cage

The 83rd Venice Film Festival, running from September 2 to 12, has once again turned the Lido into one of the most important arenas in world cinema — a place where, on one side, stand the Golden Lion, the stars, the market, the big names and awards speculation, and on the other, films that occasionally resist that very order. Perhaps this year’s Venice can best be seen in that gap: between the lion and the cage. (…)

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Culture / KulturRecit / BerichtThéâtre / Theater

Wenn die Maske fällt – Notizen vom Zürcher Theater Spektakel, Sommer 2026

Meine erste ernsthafte Begegnung mit dem Theater begann mit Macbeth; sogar meine Aufnahmeprüfung für das Schauspielstudium bestand aus einer Szene eben dieses Stücks. Vielleicht ist Macbeth deshalb für mich bis heute so etwas wie eine erste Lektion über Ehrgeiz, Macht und Fall geblieben. Seit damals begleitet mich eine Frage: Steht die Grösse eines Werks im Dienst des Werks selbst – oder wird sie manchmal zum Ziel an sich? (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturLocarno 2026Recit / Bericht

Locarno 2026 – Werden die Leoparden unsere Freunde?

Warum reicht bei so vielen Filmen, so vielen Namen und dem ganzen Festival-Trubel der Ertrag mancher Festivals nicht mehr so überzeugend aus wie früher?
Es geht nicht darum, dass die Lust, zu Festivals zu gehen, nachgelassen hätte. Noch immer ist es reizvoll, Filme auf der Leinwand zu sehen, neuen Filmen zu begegnen und unter verschiedenen Menschen aus der Filmwelt zu sein. Es geht eher um die Planung, die Filmauswahl und die Ausrichtung der Festivals – darum, was zwischen dem Prestige von Namen und wirtschaftlichen Mechanismen tatsächlich auf der Leinwand übrig bleibt. Auch die Festivals werden Jahr für Jahr teurer, und der Zugang zu manchen von ihnen gleicht mitunter dem Durchqueren eines Flughafen-Gates.

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Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

Christopher Nolans Odyssee: Wenn das Epos den Autor herausfordert

Montags ist das Kino in Zürich günstiger. Ich hatte mit einem befreundeten Filmkritiker verabredet, Christopher Nolans Odyssee zu sehen. Als er hörte, der Film dauere fast drei Stunden, meinte er, unser Programm könnte damit etwas lang werden. Ich sagte: «Nein, es gibt auch eine Vorstellung um fünf, nehmen wir die.» (…)

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Culture / KulturRecit / Bericht

Festival de Télévision de Monte-Carlo : Auszeichnung für Olivia – Nymphe für den besten Schauspieler

Monte-Carlo ist ein gutes Pflaster für das deutsche Fernsehen. Beim 65. Jahrgang des renommierten Fernsehfilmfestivals im Fürstentum an der Côte d’Azur wurde Johannes Hegemann für seine grandiose Performance im ZDF-Fernsehfilm Olivia um Deutschlands bekannteste Dragqueen als bester Schauspieler von der Jury unter Präsidentin Leslie Manville geehrt. (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

Videoex – Internationales Experimentalfilm & Video Festival : Das Festival, das nach Negativfilm riecht

Jedes Jahr, genau dann, wenn der Trubel der roten Teppiche von Cannes abebbt und die letzten Bilder vom Mittelmeer in den Medien verschwinden, beginnt in einer ruhigen Ecke Zürichs ein Festival, das wirkt, als käme es aus einer anderen Zeit; ein Festival, das noch immer nach Negativfilm riecht.
Videoex ist für mich weit mehr als nur ein Filmfestival. Im Laufe der Jahre habe ich viele Festivals besucht: Cannes, Venedig, Berlin, Locarno, Zürich, Leipzig und Visions du Réel. Bei einigen war ich Jurymitglied, bei anderen Gast oder Kritiker. Doch unter all diesen Erfahrungen nimmt Videoex immer einen besonderen Platz ein: ein Festival, dessen Filme man kaum irgendwo sonst finden kann. Hier beginnt das Reich des experimentellen Kinos; ein Raum für widerständige Bilder, unkonventionelle Erzählformen und Filme, die oft weniger Geschichten erzählen als vielmehr Träume entwerfen. (…)

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Cannes 2026Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

Cannes 2026: A Festival of Splendor and Films That Fade from Memory

Every year in May, the small city of Cannes transforms into the capital of world cinema. Streets along the Mediterranean fill with people from all corners of the world: filmmakers, critics, journalists, producers, and dreamers who still believe cinema can change the world. The red carpet is rolled out, camera flashes blink endlessly, and the Festival Palace stands like a modern temple drawing thousands toward itself.
Yet this year, at the 79th Cannes Film Festival, a question kept returning to my mind more than ever: is Cannes still the most important showcase of art cinema in the world, or has it become a grand, established institution that reproduces its own past rather than discovering the future? (…)

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