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IFFR2026

Cinéma / KinoCulture / Kultur

IFFR 2026 – Hungrig (Hungry) von Susanne Brandstätter : Der programmierte Untergang der meisten Lebensformen

Das Rotterdamer Filmfestival ist nicht unbedingt der Ort, an dem man die brisantesten, globale Szenarien einbeziehende Dokumentarfilme zunächst vermuten würde. Doch Susanne Brandstätter präsentiert genau hier ein hoch detailliertes Werk, das mosaiksteinartig das Panorama des laufenden Untergangs der meisten Lebensformen unseres Planeten dechiffriert.
Grossbrände, Überflutungen, Hurrikans, Dürrekatastrophen und Ölteppiche sind nur die spektakulären, sichtbarsten Zeichen, die einen Zeitenwechsel indizieren. Doch Hungrig (Hungry) resümiert die weitaus umfassenderen, jedoch verborgenen Mechanismen der systematischen Umweltzerstörung und lässt eine Fülle von Wissenschaftlern unterschiedlichster Spezialisierungen zu Wort kommen, wie Pflanzenbiologen und Pflanzenphysiologen, Allgemein-, Pflanzen- und mikrobielle Ökologen, Ozeanologen, Botaniker, Biochemiker, Molekularbiologen, politische Ökonomen, als auch Spezialisten der nachhaltigen Nahrungsproduktion, sowie Juristen und Monopol- und Korruptionsexperten. (…)

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Cinéma / KinoCulture / KulturRecit / Bericht

Umfangreiche deutsche Werkschau beim 55. IFFR 2026

28 Filme made in Germany liefen beim diesjährigen Internationalen Filmfestival von Rotterdam. Während sie bei der Preisverleihung keine Rolle spielten, eroberten Amrum und Der verlorene Mann (The Fading Man) zumindest die Herzen des Publikums und schafften es auf die vorderen Plätze von deren Hitparade. Cate Blanchett liess es sich nicht nehmen, den ersten Filmjahrgang des Displacement Film Fund’s vorzustellen, und eine Fortsetzung des Programms anzukündigen. (…)

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Cinéma / KinoCulture / Kultur

IFFR 2026 – Projecto Global de Ivo M. Ferreira : Après la révolution, le désenchantement

Dans le sillage de la Révolution des Œillets de 1974, le Portugal traverse une période de profondes mutations : l’euphorie révolutionnaire cède progressivement la place au désenchantement. C’est dans cet interstice historique qu’Ivo M. Ferreira situe Projecto Global, thriller politique consacré aux Forças Populares 25 de Abril (FP-25), mouvement de lutte armée actif entre 1980 et 1987. Son nom revendique explicitement l’héritage du 25 avril 1974, qui mit fin à la dictature salazariste, mais ses membres considèrent que la révolution a été « trahie » par le tournant vers la démocratie libérale et le capitalisme. (…)

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Cinéma / KinoCulture / Kultur

IFFR 2026 – White Lies von Alba Zari: Die Suche nach sich selbst im Spannungsfeld der Familie

Rainer Maria Rilke schrieb in seinem Brief an einen jungen Dichter die – hier den Untertitel nach zitierten – Zeilen:

„Sei geduldig mit allem, das ungelöst ist in Deinem Herzen…Suche nicht nach Antworten, die Du nicht erhalten kannst…Lebe nun die Frage und vielleicht wirst Du eines Tages in der Antwort leben.“

Mit diesen Zeilen eröffnet Alba Zaris ihren Dokumentarfilm White Lies. Der Film erschliesst Schritt für Schritt deren Sinn. Zaris Werk verknüpft in überzeugender Weise eine sehr persönliche Geschichte, ihre Suche nach ihrem Vater, mit einer weitaus umfassenderen Frage nach der Bedeutung der Familie für die eigene Identität. (…)

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