Der Fall Collini – Deutsche Schuld und Sühne im Mainstream Kino

Mit dem Fall Collini ist das grosse, unverjährbare Thema des Unrechts aus den Zeiten des dritten Reiches einmal mehr im Kino präsent, diesmal in deutscher Produktion und in Starbesetzung. Der titelgebende Fall ist der scheinbar unmotivierte Mord an einem Gross-Industriellen, dessen Hintergrund in einer schweren Verstrickung zu Gräueltaten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs liegt.
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Wie macht man das Fliegen grün?

Immer mehr Menschen haben einen Anflug von schlechtem Gewissen beim Abflug, der Luftverkehr gilt als Klimakiller. Als die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zum Wirtschaftsgipfel nach Davos reiste, um den dort versammelten Granden die Leviten zu lesen, sprach sie immer wieder von der 30 stündigen Bahnfahrt, die sie in Kauf genommen hatte, um nur ja den CO2 Ausstoss einer Flugreise zu meiden.Doch ist es eine Lösung, vom Fliegen Abstand zu nehmen? Beruflich Reisende werden auf den Zeitgewinn beharren, und ab gewissen Entfernungen oder geografischen Gegebenheiten ist das Fortkommen zu Lande und zu Wasser keine wirkliche Alternative mehr.
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Abfallprodukte der Liebe – Die Akademie der Künste Berlin zeigt eine Ausstellung über Leben, Werk und Freundschaft dreier Künstler

Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter sind die Themen der am 17. Mai eröffneten Ausstellung. Sehr bewusst wählte man den Tag, welcher dem Kampf gegen Homophobie gewidmet ist.

Die drei Künstler eint ihre teils freundschaftliche, teils amouröse, teils arbeitsbedingte Beziehung untereinander. Alle waren sie mindestens eine Zeitlang Teil der (West-)Berliner Subkultur, alle liebten, teils oder ausschließlich, gleichgeschlechtlich, alle waren sie Filmschaffende, wenngleich auch alle weit darüber hinaus künstlerisch tätig.
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Berlinale 2018 – Minatomachi (Inland Sea) in Forum und The Silk and the Flame in Panorama

Die beiden in unterschiedlichen Sektionen der Berlinale gezeigten Filme ergäben ein reizvolles Double Feature. Beide zeigen uns abgeschiedene kleinste Ortschaften, in Japan der eine, in China der andere. Beide befassen sich eingehend mit den Themen des Alterns und dessen tiefgreifenden Folgen. Beide erzielen ihre Wirkung mit angenehm zurückhaltenden Mitteln, beide verlassen sich auf die Bildkraft des Schwarz-Weiss.
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Berlinale 2018 – Panorama: Idris Elba gibt sein Regie Debüt mit Yardie

Das 1992 veröffentlichte Buch von Victor Headley über Jamaikaner im London der 80er hatte es Multitalent und Filmstar Idris Elba gleich angetan: dieser Stoff sollte seine erste große Regie Arbeit werden. Das ist nicht eben schwer zu verstehen: ein Gangsta Sujet mit reichlich Pop Kultur, viel Gewalt, pittoresken Schauplätzen und einem Helden im Dauerkonflikt zwischen Gut und Böse.
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Entbehrlicher Sonderzug – Kenneth Branagh und sein nicht ganz selbstloses Remake von Mord im Orient Express

Warum verfilmt man diesen Stoff im Jahre 2017 erneut? Das war die spannendste Frage angesichts des All Star Vehikels, dass Kenneth Branagh da auf die Schiene gebracht hat. Sicher, der “Orient Express” ist von den Krimis der legendären Agatha Christie einer der berühmtesten, doch was hat man dem hinzuzufügen, was weder Sidney Lumets grandioser Film von 1974, noch die späteren, durchaus zu Recht weniger bekannten beiden Verfilmungen noch nicht auf die Leinwand brachten?
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Die Zukunft politischer Entscheidungen ?

Frank B. Halfar, Berlin Von Digitalisierung, dumbing down und dem Zwang zum Entertainment Jedes Jahr im Herbst lädt die Konrad

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Viharsarok – ein ungarisch-deutscher Versuch über homosexuelle Emanzipaton, wo sie noch das Gegenteil von selbstverständlich ist

Schwule Fussballer sind dieser Tage ja ungemein angesagt als Thema öffentlicher Diskussion, insofern kann man dem ungarischen Regisseur Ádám Császi

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