Retrospektive Anna May Wong im Kino Arsenal Berlin – 01.06.2018–29.06.2018

Vor 90 Jahren, kam Anna May Wong (geborene Wong Liu Tsong, 1905–1961) in Berlin an – mit grossen Erwartungen. Die erste amerikanische Schauspielerin chinesischer Herkunft – ihre Grosseltern waren Mitte des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien eingewandert – war zu diesem Zeitpunkt bereits ein in den USA wie international gefeierter Film- und Medienstar: glamourös, von blendender Schönheit und Sex-Appeal. Vor dem Hintergrund der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausgrenzung der chinesisch-stämmigen Bevölkerung in den USA änderte ihr Erfolg nichts an der Tatsache, dass Wong in den 20er und 30er Jahren nur ein enges Spektrum an zumeist stereotypen, dem „Exotischen“ verpflichteten (Neben-)Rollen angeboten wurde.
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Berlinale 2018 – Minatomachi (Inland Sea) in Forum und The Silk and the Flame in Panorama

Die beiden in unterschiedlichen Sektionen der Berlinale gezeigten Filme ergäben ein reizvolles Double Feature. Beide zeigen uns abgeschiedene kleinste Ortschaften, in Japan der eine, in China der andere. Beide befassen sich eingehend mit den Themen des Alterns und dessen tiefgreifenden Folgen. Beide erzielen ihre Wirkung mit angenehm zurückhaltenden Mitteln, beide verlassen sich auf die Bildkraft des Schwarz-Weiss.
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Liu Xiaobo: a voice of conscience who fought oppression for decades

Only a few weeks after being diagnosed with a late-stage liver cancer in late May 2017, the world learned that China’s most prominent dissident, Liu Xiaobo, died at 61 in a hospital in the north-east region of China, where he was born. As the poetess Tang Danhong wrote, he departed as “an innocent prisoner into the eternal light” (无罪的囚徒,融入永恒的光芒). What a tragedy for a man who fought most of his life for freedom to live out his last days in a hospital bed under lock and key.

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