Interview mit Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt, über digitale Museumsstrategien, die Wiedereröffnung des JMF und das besorgniserregende Klima des rassistischen und antisemitischen Wiederauflebens

Das JFM ist das älteste kommunale jüdische Museum in Deutschland. Am 9. November 1988 eröffnete Bundeskanzler Helmut Kohl das Museum im Rothschild-Palais anlässlich des 50. Jahrestages des Novemberpogroms. 1992 kam ein zweiter Standort hinzu, das Museum Judengasse. Im Moment befindet sich das Rothschild-Palais im Umbau, sollte aber im Herbst wieder geöffnet werden.

Das Jüdische Museum Frankfurt Judengasse ist seit dem 5. Mai wieder geöffnet, allerdings gibt es Richtlinien für den Museumsbesuch, die finden sie hier.

Am 02.06 um 19 Uhr gibt es die Vernissage der Online-Ausstellung zum 100. Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki auf Google Arts & Culture
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Deutsches Historisches Museum in Berlin: Öffnung der Wechselausstellung «Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert»

Die Museen in Deutschland öffnen nach und nach wieder ihre Türen; in einigen Bundesländern ist dies bereits ab diesem Montag der Fall, in anderen, darunter auch Berlin, am 11. Mai 2020.
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Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert sei ohne Hannah Arendt gar nicht zu verstehen, meinte der israelischer Journalist und Schriftsteller Amos Elon. Arendt prägte massgeblich zwei für die Beschreibung dieses Jahrhunderts zentrale Begriffe: „Totale Herrschaft“ und „Banalität des Bösen“. Dabei blieben ihre Urteile selten unwidersprochen und die Politiktheoretikerin polarisiert immer noch.
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Das Bündnis #unteilbar ruft zu einer Grossdemonstration in Berlin am 13. Oktober auf !

j :mag hat diesen Aufruf unterzeichnet.
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Das Bündnis #unteilbar ruft zu einer Grossdemonstration in Berlin am 13. Oktober auf:

“Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt. (…) Wir treten für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ*- Feindlichkeit entschieden entgegen.”
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Werkschau Ruth Beckermann im Kino Arsenal Berlin 19.04.2018–29.04.2018

Das Arsenal präsentiert in einer Werkschau die elf langen Dokumentarfilme von Ruth Beckermann aus den Jahren 1983 bis 2018.
Ruth Beckermann macht seit 40 Jahren Dokumentarfilme. Ihr Name steht für ein politisches Kino, das sich auf Grundlage genauer Beobachtungen mit Österreich, dem Judentum, Fragen nach individueller Herkunft und kollektiver Identität sowie deren Brüchen und Ambivalenzen auseinandersetzt. Die Nazi-Zeit, Antisemitismus, Fremdenhass und Migration sind Themen in all ihren Arbeiten.
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